Perspektivenwechsel mit coach4success

Perspektivenwechsel mit coach4success

"Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann."

Dieser Blog soll Impuls und Anregung für einen Perspektivenwechsel sein.

Warum wir zusammen Handeln

TeamGeschrieben von Martina Wirth Di, März 27, 2018 19:39:18

In Teams zusammen zu arbeiten ist mit dem Begriff Teamfähigkeit heute eine Standard-Qualifikation im Lebenslauf und angestrebtes Ziel von Führungskräften für die Mitarbeiter. Wissenschaftlich belegbar sind Forschungsergebnisse in beide Richtungen: Bessere Teamergebnisse in Problemsituationen, nur 80 % Einzelleistung für Routineaufgaben in Teams, ideale Umwelt für Minderleister?

Wie und warum funktioniert Teamarbeit?

Menschen handeln als Individuen zielgerichtet und entscheiden nach subjektiven Urteilen. Zielgerichtetes Handeln von Teams oder Arbeitsgruppen bedarf einer Zielvorgabe oder eines durch Konsens gefundenes, akzeptiertes Zieles. Der Sozialphilosoph Ludwig von Mises ist vor fast 100 Jahren zu dem Ergebnis gekommen, dass Kollektive nur aufgrund von freiwilliger Kooperation oder aufgrund von Zwang gemeinsam handeln.

Der Zwang zur Zusammenarbeit von Menschen in Arbeitsgruppen liegt in der Organisation und in der strukturellen Arbeitsteilung im Unternehmen vor. Zwang bedeutet für die Führungskraft Vorgabe von Zielen, Kontrolle von Ergebnissen, Motivation und Sanktion. Zwang ist für Menschen mit Unfreiheit verbunden, führt eher zu mittelmäßigen Ergebnissen und zu Resignation.

Freiwillige Kooperation in einem Team - auch wenn dieses auf der Organisationsebene strukturell vorgegeben wird - bedeutet für den einzelnen Menschen, erkannt zu haben, dass der Einzelne im Team durch Arbeitsteilung besser seine Ziele erreichen kann.

Daraus ergeben sich folgende Prämissen für optimale Zusammenarbeit in Teams:

# Teamziele, die als Richtlinie allen bekannt und von allen akzeptiert sind
# offen kommunizierte Arbeitsteilung und Verantwortungen - jeder bringt seine Stärke, seine Kompetenzen ein - Achtung! Divergenz von Eigenbild und Fremdbild!
# Organisationsstruktur für echte Teams schaffen
# Team-Reflexion zur freiwilligen Kooperation im Team
# Unterstützung bei der Konfliktklärung anbieten
# Teamerfolge würdigen, feiern - jeder hat dazu beigetragen
# Teams auch auflösen, verändern oder in Arbeitsgruppen überführen, wenn freiwillige Kooperation nicht erreicht werden kann

Das Motto von echten Teams lautet: "Wer nicht kooperiert, der verliert!"

Die Aufgabe der Führungskraft unterscheidet sich für Arbeitsgruppe, oft als Team bezeichnet, und für echte Teams:
Arbeitsgruppen brauchen konkrete Vorgaben und Kontrolle; Eigeninitiative ist hier wenig zu erwarten, die Ergebnisse passen zu den Vorgaben.
Echte Teams brauchen einen Ziel- und Arbeitsrahmen und einen Ansprechpartner bei Problemen und Konflikten, die das Team selbst nicht lösen kann.

Die Basis von echten Teams ist Vertrauen
, Vertrauen von der Führungskraft in die Fähigkeiten des Teams und Vertrauen untereinander.
Vertrauen lässt sich jedoch nicht erzwingen!
Vertrauen lässt sich auch nicht anordnen!
Vertrauen muss geschenkt werden und wachsen dürfen!



  • Kommentare(0)//perspektivenwechsel.coach4success.at/#post9

Teams - vom Sport in die Wirtschaft?

TeamGeschrieben von Martina Wirth So, Februar 05, 2017 18:41:52


„Für mich bedeutet ein starkes Ego, ein gesundes Ego zu haben,
über die Fähigkeit zu verfügen, sich in eine Gruppe einzufügen.“ (Ralph Krueger, Trainer der Schweizer Eishockeymannschaft)


Aus der Sportwelt kennen wir die Erfolge und Misserfolge von Teams. Seit einigen Jahren wird versucht, dieses Konzept des optimalen Zusammenspiels, der erfolgsversprechenden Zusammenarbeit in die Wirtschaft zu übertragen. Teamleitung, Teamsitzungen, Projektteams, Teams wohin man schaut! Doch einer Gruppe von Menschen, die mehr oder weniger zufällig über einen gewissen Zeitraum zusammenarbeiten sollen, einen modernen Namen zu geben, ist zu wenig.

Ein Team ist mehr! Und der Eintrittspreis ins Team: Ego parken und an Wert zulegen.

Teams sind eine Gruppe von Menschen mit verschiedenen Eigenschaften, um etwas Besonderes zu erreichen. Jeder ist abhängig von den Fähigkeiten des anderen. Jedes Team muss einen Grund dafür finden, weshalb es überhaupt existiert. Findet bzw. akzeptiert das Team diesen Grund, dieses Ziel oder diese Vision, findet es einen gemeinsamen Sinn; die Motivation geschieht automatisch. Zehn Menschen, die optimal zusammenarbeiten, können die Energie von zwanzig und mehr Menschen, die alleine arbeiten, erzeugen. Diese Synergie zeichnet erfolgreiche Teams aus.

Wir müssen Teams nicht neu erfinden. Bereits die Geschichte der nordamerikanischen Indianer kann Aufschluss über die nötigen Voraussetzungen für die Bildung von Synergien in Teams geben:

1. Jedem im Team muss eine klare Rolle zugewiesen werden. WER macht WAS?

2. Jeder muss das, was wichtig ist, zum richtigen Zeitpunkt tun. Unterscheide WICHTIG von UNWICHTIG! WANN ist das Zeitfenster zum Handeln verpasst?

3. Kooperation durch unkomplizierte Kommunikation. face-to-face-talk statt eMail bei ernsthaften und wichtigen Mitteilungen!

4. Gemeinsame Ziele, Visionen, Träume stellen eine Verbindung zwischen Einsatz und Erfolg her. Jeder muss einen Zusammenhang zwischen seinem Einsatz und dem ausstehenden Erfolg sehen. Diesen Zusammenhang herstellen und vermitteln, das ist Motivation.

5. Ergebnisse sind wichtiger als der Rang oder die Rolle, die man spielt. Wenn das Team erfolgreich ist, profitieren alle davon.


Allen Teamleitern ins Erfolgstagebuch noch folgende Worte geschrieben:

Erwartungen klären - Spielregeln erstellen - Sinnfrage definieren - Kleine Schritte tun

Jeder der ein Team leitet, sollte sich nach Abschluss eines Auftrages fragen, ob jeder Einzelne im Team das Team durch seine Anwesenheit bereichert hat:

Hat sie oder er es wertvoller gemacht?
Ist der Wert des Teams gestiegen, weil sie oder er dabei war?

Und konfrontieren Sie auch Ihre MitarbeiterInnen mit diesen Fragen!


Literatur zum Thema:
„Teamlife – Über Niederlagen zum Erfolg“, Ralph Krueger,
Redline Wirtschaft bei Carl Ueberreuter, 2002




Foto: Steve Jurvetson, „Miners“, CC-Lizenz (BY 2.0)
http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de
Bild stammt von www.piqs.de











  • Kommentare(0)//perspektivenwechsel.coach4success.at/#post6