Perspektivenwechsel mit coach4success

Menschliches HandelnReflexion

Geschrieben von Martina Wirth Mi, Januar 10, 2018 21:23:50

Warum Menschen handeln und warum nicht.

Der Jahreswechsel löste bei vielen von uns fast reflexartig die Frage nach den guten Vorsätzen aus. Von einigen Gesprächspartnern war zu hören, dass der einzige gute Vorsatz sei, gar keine guten Vorsätze mehr zu machen - hätte ja doch nie geklappt.

Dieses jährlich wiederkehrende Standardthema führte mich zur philosophischen Frage „Warum handeln Menschen? Was sind ihre Gründe, wenn sie nicht handeln?

In der Philosophie - eine Wissenschaft der Reflexion - beginnt jede Überlegung mit einer Klärung der Begriffe:

Handeln wollen wir definieren als zielgerichtete, freiwillige Aktivität eines Subjekts, das mit Hilfe adäquater Mittel seine derzeitige Situation in der Zukunft verbessern will. Als Coach reagiere ich sofort auf die Worte Ziel, freiwillig, Mittel, Zukunft, verbessern.

Ziele – konkret formuliert – können Leuchttürme im Leben sein oder auch nur eine gedankliche Absichtserklärung bleiben.
Mittel sind meine vorhandenen oder erforderlichen Ressourcen, um mein Ziel erreichen zu können. Oh, machen wir hier nicht schon ein Hindernis ausfindig?
Zukunft und verbessern – wer will das nicht? Und hätten wir die anvisierte Verbesserung schon erreicht, dann wäre handeln ja bereits sinnlos geworden.
Freiwillig? Hier wird es schon schwieriger: Handeln aus Zwang kennt jeder von uns; denken Sie an gesellschaftliche, berufliche, familiäre Anforderungen, denen wir folgen „müssen“, sei es aus Angst vor dem Imageverlust, dem Karriereknick oder dem Konfliktpotential. Es mag sogar so sein, dass wir häufiger in diesem Sinne unfreiwillig handeln als uns bewusst ist. Auch wenn in der Determinismus-Debatte um diese Willensfreiheit innerhalb der Wissenschaften heftig diskutiert wird, wollen wir für unsere Überlegung davon ausgehen, dass unseren Handlungen ein freier Wille vorausgeht. ... Und eine Entscheidung zu handeln oder nicht zu handeln.

Jeder weiß, Entscheidungen zu treffen ist nicht immer einfach. Erstens muss man vorher einiges Bedenken, also Denken. Zweitens muss man Argumente und Gegenargumente sammeln, bewerten und eventuelle Folgen abwägen, also Weiter-Denken. Oft kommt Zeitdruck hinzu. Aber letztendlich ist eine Entscheidung eine Wahl, ich muss aus allen Möglichkeiten eine auswählen und die anderen abwählen. D.h. aber auch, es muss eine Auswahl an Möglichkeiten geben, um im Wahlakt meine Wahlfreiheit ausüben zu können. Also braucht Handeln Willensfreiheit und Wahlfreiheit.

Schon wieder Freiheit und wo bleiben die Gründe fürs Handeln?
Nun ja, hier wird es schwieriger, weil eine Entscheidung, eine Wahl nach subjektiver Bewertung der Möglichkeiten von einem Individuum getroffen wird. Diese Wahl basiert auf keiner objektiven, sondern auf einer subjektiven Wertsetzung des Individuums in einer bestimmten Situation zu einem bestimmten Zeitpunkt. Es könnte also auch sein – und das kennen wir alle – dass die Entscheidung in veränderter Situation oder zu einem anderen Zeitpunkt auch anders ausfällt. Der österreichische Ökonom und Sozialphilosoph Ludwig von Mises hat es so formuliert:


„Werturteile sind irrational und subjektiv, man kann sie loben oder tadeln, billigen oder miss­billigen, doch man kann sie nicht als wahr oder unwahr bezeichnen.“ (Mises 1940: 53).

Damit wird es aus wissenschaftlicher Sicht unmöglich, allgemeingültige Gründe für das menschliche Handeln zu benennen. Ich höre Ihren Einwand: Aber es gibt psychologische Modelle, beispielsweise die Bedürfnishierarchien nach Abraham Maslow, oder ökonomisch fundierte Rational Choice Theory (Theorien der rationalen Wahl) mit dem Ideal des homo oeconomicus. Diese Modelle basieren jedoch auf empirischen Versuchsanordnungen im Labor und erfassen nicht die Komplexität des realen Lebens. Hinzu kommt, wenn wir kurz einen Blick auf die Maslowsche Motivationshierachien werfen, die starke Normierung der menschlichen Gründe.

„Die letzten Entscheidungen, die Wertungen und Zielsetzungen, liegen jenseits des Bereichs der Wissenschaft. Die Wissenschaft sagt nicht, wie man handeln soll; sie zeigt nur, wie man handeln müsste, wenn man Ziele, die man sich gesetzt hat, erreichen will.“ (Mises 1940:8).

Also keine wissenschaftliche Begründung für das menschliche Handeln?

Ludwig von Mises legte in seiner „Letztbegründung der Ökonomik" mit der Praxeologie menschliches Handeln bis auf dessen Grundstruktur eines allgemeinen Handelns frei: Unabhängig von wirtschaftlichem Kontext, Bedürfniskategorien oder psychologischen Motivationen kommt er zu dem Ergebnis, dass Handeln nur den Zweck hat, subjektives Unbefriedigtsein durch individuelles Handeln in einen Zustand mit geringerem Unbefriedigtsein zu verändern.

Kurz gesagt: Neujahrsvorsätze bleiben solange Absichtserklärungen bis der Leidensdruck zu einer Veränderung durch zielgerichtetes Handeln motiviert.



Literatur:

Birgit Recki: Freiheit. Grundbegriffe der europäischen Geistesgeschichte. Hg. v. Konrad Paul Liessmann. Wien: facultas.wuv 2009.

Ludwig von Mises: Nationalökonomie. Theorie des Handelns und Wirtschaftens. Genf: Edition Union Genf 1940.

Rahim Taghizadegan: Alles, was Sie über die Österreichische Schule der Nationalökonomie wissen müssen. FinanzBuchVerlag 2017.

Ludwig von Mises: Die Letztbegründung der Ökonomik. Mises.at 2016.

Wahrheit und Alternative Fakten oder The Danger of a single StoryReflexion

Geschrieben von Martina Wirth Fr, März 31, 2017 08:48:59

"Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners." (Heinz von Foerster)

Der aktuelle Diskurs über Fake-News, Wahrheit, Lüge und alternative Fakten fordert uns auf, erstens über die Begriffe Klarheit zu gewinnen und zweitens über den Prozess der persönlichen Wahrheitsfindung nachzudenken.

Chimamanda Ngozi Adichie's TED Talk "The Danger of a single Story" hat meines Erachtens das Potential unsere vorgefassten Meinungen zu erschüttern und Anregungen für einen Perspektivenwechsel zu liefern. 20 Minuten gut investierte Zeit:







Your mobile does not support playing flash video.

Teams - vom Sport in die Wirtschaft?Team

Geschrieben von Martina Wirth So, Februar 05, 2017 18:41:52

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„Für mich bedeutet ein starkes Ego, ein gesundes Ego zu haben,
über die Fähigkeit zu verfügen, sich in eine Gruppe einzufügen.“ (Ralph Krueger, Trainer der Schweizer Eishockeymannschaft)


Aus der Sportwelt kennen wir die Erfolge und Misserfolge von Teams. Seit einigen Jahren wird versucht, dieses Konzept des optimalen Zusammenspiels, der erfolgsversprechenden Zusammenarbeit in die Wirtschaft zu übertragen. Teamleitung, Teamsitzungen, Projektteams, Teams wohin man schaut! Doch einer Gruppe von Menschen, die mehr oder weniger zufällig über einen gewissen Zeitraum zusammenarbeiten sollen, einen modernen Namen zu geben, ist zu wenig.

Ein Team ist mehr! Und der Eintrittspreis ins Team: Ego parken und an Wert zulegen.

Teams sind eine Gruppe von Menschen mit verschiedenen Eigenschaften, um etwas Besonderes zu erreichen. Jeder ist abhängig von den Fähigkeiten des anderen. Jedes Team muss einen Grund dafür finden, weshalb es überhaupt existiert. Findet bzw. akzeptiert das Team diesen Grund, dieses Ziel oder diese Vision, findet es einen gemeinsamen Sinn; die Motivation geschieht automatisch. Zehn Menschen, die optimal zusammenarbeiten, können die Energie von zwanzig und mehr Menschen, die alleine arbeiten, erzeugen. Diese Synergie zeichnet erfolgreiche Teams aus.

Wir müssen Teams nicht neu erfinden. Bereits die Geschichte der nordamerikanischen Indianer kann Aufschluss über die nötigen Voraussetzungen für die Bildung von Synergien in Teams geben:

1. Jedem im Team muss eine klare Rolle zugewiesen werden. WER macht WAS?

2. Jeder muss das, was wichtig ist, zum richtigen Zeitpunkt tun. Unterscheide WICHTIG von UNWICHTIG! WANN ist das Zeitfenster zum Handeln verpasst?

3. Kooperation durch unkomplizierte Kommunikation. face-to-face-talk statt eMail bei ernsthaften und wichtigen Mitteilungen!

4. Gemeinsame Ziele, Visionen, Träume stellen eine Verbindung zwischen Einsatz und Erfolg her. Jeder muss einen Zusammenhang zwischen seinem Einsatz und dem ausstehenden Erfolg sehen. Diesen Zusammenhang herstellen und vermitteln, das ist Motivation.

5. Ergebnisse sind wichtiger als der Rang oder die Rolle, die man spielt. Wenn das Team erfolgreich ist, profitieren alle davon.


Allen Teamleitern ins Erfolgstagebuch noch folgende Worte geschrieben:

Erwartungen klären - Spielregeln erstellen - Sinnfrage definieren - Kleine Schritte tun

Jeder der ein Team leitet, sollte sich nach Abschluss eines Auftrages fragen, ob jeder Einzelne im Team das Team durch seine Anwesenheit bereichert hat:

Hat sie oder er es wertvoller gemacht?
Ist der Wert des Teams gestiegen, weil sie oder er dabei war?

Und konfrontieren Sie auch Ihre MitarbeiterInnen mit diesen Fragen!


Literatur zum Thema:
„Teamlife – Über Niederlagen zum Erfolg“, Ralph Krueger,
Redline Wirtschaft bei Carl Ueberreuter, 2002




Foto: Steve Jurvetson, „Miners“, CC-Lizenz (BY 2.0)
http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de
Bild stammt von www.piqs.de











In jedem Ende liegt ein neuer Anfang!Reflexion

Geschrieben von Martina Wirth Mi, Dezember 14, 2016 14:55:40

Dieser Aphorismus des Philosophen Miguel de Unamuno y Yugo passt nicht nur zum bevorstehenden Jahreswechsel. Je länger ich lebe, umso besser kann ich diese Dualität, diese Wechselwirkung verstehen: Das ganze Leben ist permanente Veränderung, jeder Tag ist ein Neubeginn.
Jede Entscheidung kann ein Neubeginn sein.

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Greenery - die Pantone-Farbe des Jahres 2017 steht für Neuanfang und Hoffnung. Dieses frische Grün erinnert mich an den Frühling, an Vitalität und Lebenslust. Die Farbe Grün steht aber auch für Neid und Gift, womit wir wieder bei der Dualität unserer begrifflichen Welt wären.

Kein anderes Symbol steht treffender für "Go" als das Berliner Ampelmädchen,

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äh -männchen:

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Also freuen wir uns über jeden Neubeginn, dem ein Ende, ein Abschied vorausgegangen ist und sagen wir 2017 einfach öfters JA! YES! GO! DO IT!








Ein Experiment mit der ZeitReflexion

Geschrieben von Martina Wirth Sa, Juli 16, 2016 18:01:17

Blog imageEines Tages wurde ein alter Professor der französischen Schule für Verwaltung gebeten, für eine Gruppe von etwa fünfzehn Chefs großer nordamerikanischer Unternehmen eine Vorlesung über sinnvolle Zeitplanung zu halten. Dieser Kurs war einer von fünf Stationen ihres eintägigen Lehrgangs. Der Professor hatte daher nur eine Stunde Zeit, sein Wissen zu vermitteln.

Zuerst betrachtete der Professor in aller Ruhe einen nach dem anderen – sie waren bereit, alles was der Fachmann ihnen beibringen wollte, gewissenhaft zu notieren. Danach verkündete er: „Wir werden ein kleines Experiment durchführen.“

Der Professor zog einen riesigen Glaskrug unter seinem Pult hervor, das ihn von seinen Schülern trennte und stellte ihn vorsichtig vor sich. Dann holte er etwa ein Dutzend Kieselsteine, etwa so groß wie Tennisbälle, hervor und legte sie sorgfältig, einen nach dem anderen, in den großen Krug. Als der Krug bis an den Rand voll war und kein weiterer Kieselstein mehr darin Platz hatte, blickte er langsam auf und fragte seine Schüler: „Ist der Krug voll?“ Und alle antworteten „Ja.“ Er wartete ein paar Sekunden ab und fragte seine Schüler: „Wirklich?“

Dann verschwand er erneut unter dem Tisch und holte einen mit Kies gefüllten Becher hervor. Sorgfältig verteilte er den Kies über die großen Kieselsteine. Der Kies verteilte sich zwischen den großen Kieselsteinen bis auf den Boden des Krugs. Der Professor blickte erneut auf und fragte sein Publikum: „Ist dieser Krug voll?“

Dieses Mal begannen seine schlauen Schüler, seine Darbietung zu verstehen. Einer von ihnen antwortete: „Wahrscheinlich nicht!“ „Gut!“ antwortete der Professor. Er verschwand wieder unter seinem Pult und diesmal holte er einen Eimer Sand hervor. Vorsichtig kippte er den Sand in den Krug. Der Sand füllte die Räume zwischen den großen Kieselsteinen und dem Kies auf.

Wieder fragte er: „Ist dieses Gefäß voll?“ Dieses Mal antworteten seine schlauen Schüler ohne zu zögern im Chor: „Nein!“ „Gut!“ antwortete der Professor. Und als hätten seine wunderbaren Schüler nur darauf gewartet, nahm er die Wasserkanne, die unter seinem Pult stand, und füllte den Krug bis an den Rand. Dann blickte er auf und fragte seine Schüler.

„Was können wir Wichtiges aus diesem Experiment lernen?“ Der Kühnste unter seinen Schülern – nicht dumm – dachte an das Thema des Kurses und antwortete: „Daraus lernen wir, dass, selbst wenn wir denken, dass unser Zeitplan schon bis an den Rand voll ist, wir, wenn wir es wirklich wollen, immer noch einen Termin oder andere Dinge, die zu erledigen sind, einschieben können.

„Nein“, antwortete der Professor, „darum geht es nicht. Was wir wirklich aus diesem Experiment lernen können ist folgendes: wenn man die großen Kieselsteine nicht als erstes in den Krug legt, werden sie später niemals alle hinein passen.“ Es folgte ein Moment des Schweigens. Jedem wurde bewusst, wie sehr der Professor Recht hatte. Dann fragte er: „Was sind in eurem Leben die großen Kieselsteine? Eure Gesundheit? Eure Familie? Eure Freunde? Die Realisierung eurer Träume? Das zu tun, was euch Spaß macht? Dazuzulernen? Eine Sache verteidigen? Entspannung? Sich Zeit nehmen? ... Oder etwas ganz anderes?

Was wirklich wichtig ist, ist dass man die großen Kieselsteine in seinem Leben an die erste Stelle setzt. Wenn nicht, läuft man Gefahr, es nicht zu meistern ... sein Leben. Wenn man zuallererst auf Kleinigkeiten achtet (der Kies, der Sand), verbringt man sein Leben mit Kleinigkeiten und hat nicht mehr genug Zeit für die wichtigen Dinge in seinem Leben. Deshalb vergesst nicht, euch selbst die Frage zu stellen: „Was sind die großen Kieselsteine in meinem Leben?“ Dann legt diese zuerst in euren Krug des Lebens.“

Mit einem freundlichen Wink verabschiedet sich der alte Professor von seinem Publikum und verließ langsam den Saal.

Genießen Sie den Sommer, Ihre freien Tage, Ihre Zeit für Muße.

mw



Führungsaufgabe - DelegierenFührungsstil

Geschrieben von Martina Wirth Sa, Juli 16, 2016 17:42:55

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„Aufgaben delegieren heißt:
Nicht mehr Personen und Tätigkeiten zu überwachen,
sondern Ergebnisse!“ (Malcolm S. Forbes)


Als Führungskraft mangelt es Ihnen sicher nicht an Aufgaben, an Terminen, an Verantwortung für das Team und dessen Performance, an Leistungsdruck und an Zeit. Wie sieht Ihr persönliches Verhältnis von Führungstätigkeit und operativen Aufgaben aus? Erledigen Sie die Aufgaben Ihrer Mitarbeiter? Oder Delegieren Sie schon?

Delegieren zählt neben Mitarbeiter auswählen, beurteilen, fördern; Ziele vereinbaren; Planen lassen; Anstoß zur Problemfindung; Entscheiden (lassen); Koordinieren, Organisieren;Informieren; Motivieren; Reifegradspezifisch kontrollieren zu den wichtigsten Führungsaufgaben. .. und doch fällt es vielen schwer, Frauen oft schwerer als Männern in Führungspositionen.

Delegieren heißt wörtlich „Übertragen“.
Doch welche Aufgaben können delegiert werden?

1. Jede Aufgabe, die Mitarbeiter wahrnehmen können. Bedenken Sie die kritischen Worte Henry Fords zu einem leitenden Angestellten: „Ich sollte Sie entlassen. Sie vergeuden mein Geld mit Tätigkeiten, die ein Mitarbeiter mit einem Drittel ihres Gehaltes genau so gut erledigen kann.“ – Auch in Zeiten knapper Personalressourcen hat diese Aussage noch Gültigkeit!

2. Die zu dieser Aufgabe erforderliche Kompetenz, die der Mitarbeiter benötigt, um die Aufgabe selbständig bewältigen zu können. Übertragen Sie die Kompetenz nicht, räumen Sie dem Mitarbeiter nicht eine gewisse Entscheidungsfreiheit ein, wird der Mitarbeiter die Aufgabe über kurz oder lang wieder an Sie „zurück“-delegieren.

3. Die der Aufgabe und Kompetenz entsprechende Verantwortung. Die Handlungsmaxime lautet: „Jedes Mal, wenn einem Manager seine Arbeit routiniert von der Hand geht, sollte er sie schleunigst delegieren!"

Warum delegieren, wenn man es selbst schneller, besser, mit dem „richtigen“ Ergebnis machen kann?

1. Führungskräfte sind keine Spezialisten, sondern Universalisten! Auch wenn viele Karrieremodelle noch immer den besten Spezialisten zur Führungskraft machen wollen, findet in fortschrittlichen Unternehmen bereits ein Umdenken statt und Spezialisten- karrieren werden möglich. Halten Sie sich frei für Führungsaufgaben, frei von Routine-, Detail- und Spezialistenaufgaben und verwechseln Sie Delegieren nicht mit autoritätsminderndem Abschieben von Aufgaben.

2. Jeder Mitarbeiter braucht sein eigenes, selbstverantwortliches Aufgabengebiet.Nur Eigenverantwortung macht auf lange Sicht zufrieden und bindet Mitarbeiter.

3. Je tiefer in der Hierarchie eine Aufgabe erledigt wird, desto kostengünstiger für das Unternehmen.Delegieren ist eng mit Organisieren und Koordinieren verbunden. Die delegierten Aufgabenbereiche müssen untereinander durch Regelungen von Sachprozessen und menschlichen Beziehungen abgestimmt und auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet sein. Vorsicht vor Kompetenzstreitigkeiten und Ressortegoismus! Klare Entscheidungen – klare Kommunikation!

Wer seiner Führungsrolle gerecht werden will,
muss genug Vernunft besitzen, um die Aufgaben
den richtigen Leuten zu übertragen, und genügend
Selbstdisziplin, um ihnen nicht ins Handwerk zu pfuschen.
(Theodore Roosevelt)


Erfolgreich Delegieren – wie?

1. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit und delegieren Sie anspruchsvolle Aufgaben nicht zwischen Tür und Angel.

2. Verdeutlichen Sie die Fakten: Bis wann soll die Aufgabe mit welchem Ergebnis erledigt sein? Welche Entscheidungsbefugnis hat der Mitarbeiter? Welche Zwischenberichte sind in welcher Form erforderlich? Wann gilt das Vier-Augen-Prinzip?

3. Welche Kompetenzen sind mit der Aufgabe verbunden? Wie wird diese Veränderung im Team / Unternehmen / beim Kunden kommuniziert?

4. Unterscheiden Sie das „WAS“ und das „WIE“ der Aufgabe: Nur wenn der Mitarbeiter die Verantwortung für den Arbeitsprozess behält, bleibt die Motivation erhalten. – Dies schließt aber „Best Practice“ und Hinweis auf Probleme nicht aus. Hier scheitern oft weibliche Führungskräfte, die aus dem Team befördert wurden und für sich „die beste Methode zur Bewältigung der Aufgabe“ patentiert haben. – Auch ein Thema für die Partnerschaft und die Aufgabenverteilung im Haushalt: Männer machen manche Dinge anders, kommen aber zu einem vergleichbaren Ergebnis. Punkt!

5. Delegieren Sie konsequent! Stehen Sie bei Fragen, Problemen und Überforderung der Mitarbeiter zur Verfügung und belassen Sie die Verantwortung beim Mitarbeiter!

6. Geben Sie offene und ehrliche Rückmeldung in einem persönlichen Gespräch.


Delegieren kostet im ersten Schritt zwar mehr Zeit, entlastet aber langfristig Ihren Terminkalender und macht Sie zur entspannteren und hochgeschätzten Führungskraft.

mw







Summertime and the living is easy - Spielerische ReflexionAllgemein

Geschrieben von Martina Wirth Sa, Juli 16, 2016 17:08:33

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One of these mornings
You're going to rise up singing
Then you'll spread your wings
And you'll take to the sky
(Summertime – George Gershwin)


Sommerzeit – Urlaubszeit – Zeit für Kontemplation

All jenen, die eine Reise zum ICH nicht am Jakobsweg oder im Kloster verbringen wollen, lege ich unten stehenden Fragebogen ans Herz. Er soll einerseits persönliche Reflexion bieten, andererseits lädt er zum näheren Kennenlernen seiner Familie, Freunde, Urlaubsbekanntschaften ein und er war bereits zu Zeiten Marcel Prousts als Gesellschaftsspiel sehr populär.

Ob Sie ihn nun spontan als Frage-Antwort-Spiel einsetzen oder in aller Ruhe über Ihre Antworten nachdenken und sinnieren wollen – die Beschäftigung mit diesen Fragen ist ein wunderbarer Einstieg in einen erholsamen Sommer.

Fragen, die Sie sich nicht nur einmal im Leben gestellt haben sollten:

Was ist für Sie das größte Unglück?
Wo möchten Sie leben?
Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?
Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Ihre liebsten Romanhelden?
Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte?
Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit?
Ihre Lieblingsheldinnen in der Dichtung?
Ihr Lieblingsmaler?
Ihr Lieblingskomponist?
Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten?
Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten?
Ihre Lieblingstugend?
Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Wer oder was hätten Sie sein mögen?
Ihr Hauptcharakterzug?
Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten?
Ihr größter Fehler?
Ihr Traum vom Glück?
Was wäre für Sie das größte Unglück?
Was möchten Sie sein?
Ihre Lieblingsfarbe?
Ihre Lieblingsblume?
Ihr Lieblingsvogel?
Ihr Lieblingsschriftsteller?
Ihre Helden der Wirklichkeit?
Ihre Heldinnen in der Geschichte?
Ihre Lieblingsnamen?
Was verabscheuen Sie am meisten?
Welche geschichtlichen Gestalten verachten Sie am meisten?
Welche militärischen Leistungen bewundern Sie am meisten?
Welche Reform bewundern Sie am meisten?
Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?
Wie möchten Sie sterben?
Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?
Ihr Motto?

Fragebogen zum download



Körper - Geist - Seele - Gesundheits-Check aus systemischer Sicht.Allgemein

Geschrieben von Martina Wirth Sa, Juli 16, 2016 16:52:09

In einer Welt, in der jugendliche Schönheit, strahlende Manneskraft und Fitness bis ins hohe Alter ein MUSS sind, haben Schönheitschirurgen, die Pharmaindustrie und Hightech-Mediziner Hochbetrieb.

Selbst der Begriff „Alter“ hat sich verändert: Nicht nur, dass wir diesen Begriff tabuisieren – wir habe ganz moderne Begriffe wie „Best Ager“, „50+“, „60++“ kreiert –, auch den damit verbundenen Inhalten wie „Weisheit“, „Gelassenheit“, „Seniorität“ sind neue Anforderungen gewichen. Sind wir angekommen in der „Schönen neuen Welt“ Aldous Huxleys? Reicht es, uns Medizinern und Pharmaindustrie auszuliefern um vom Bürgermeister zum 100. Geburtstag beglückwunscht zu werden?

Das System Körper – Geist – Seele und damit das System Medizin ist „keine exakte Wissenschaft“ erklärte mir vor Jahren vertrauensvoll meine Ärztin, „bei Jedem ist es anders.“ Und jeder Arzt wird bestätigen, dass die mentale Stärke eines Menschen und seine positive oder negative Einstellung zum Leben wesentlich zu seiner Gesundheit beitragen.

Einen Schritt weiter geht die Psychosomatik, die den Zusammenhang von körperlichen Symptomen und seelischen Nöten und Verletzungen erkannt hat. Hinter Körpersymptomen liegen also im Verborgenen Botschaften unserer Seele. Ich kennen keinen Menschen, der – so fit und gesund er auch sein mag – nicht eine Schwachstelle im Körper hat, die bei Stress, Überanstrengung oder Überforderung prompt und zuverlässig reagiert. Der Volksmund hat zu diesen Symptomen oft eine passende Redewendung, wie: „Da liegt ihm etwas schwer im Magen“, „Das geht ihr unter die Haut“, „Da kommt einem ja die Galle hoch.“

Medikamente können die Symptome zwar behandeln, geheilt wird die Ursache nicht. Und dies führt zu einem Teufelskreis: Die medikamentöse Dosis muss laufend erhöht werden, um das Symptom im Griff zu haben, die Wirkstoffe verursachen Nebenwirkungen, die weitere Körpersymptome nach sich ziehen.

Oft wissen wir genau, welche Botschaft uns die Allergie oder die Halsschmerzen aufzeigen wollen, wodurch die Schlafstörungen entstanden sind, warum wir von den krankmachenden Gewohnheiten nicht loskommen. Doch das kognitive Wissen allein reicht für eine wirkungsvolle Veränderung meist nicht aus.

Kristine Alex hat sich in den letzten Jahren intensiv als Aufstellerin mit Körpersymptomen beschäftigt. Die Methode der systemischen Aufstellung kann „der Seele in Not eine Sprache geben“ und fordert gleichzeitig eines: Verantwortung für seinen Körper und seine Gesundheit zu übernehmen. Erst dann sind Gesundung und Heilung möglich – aus eigener Kraft oder nach eigener Entscheidung für die passende medizinsche Unterstützung.

Eine ehrliche Reflexion der Symptomgeschichte ist der Anfang des Gesundungsprozesses: Sich bewusst werden, was ist – Annehmen, was ist – Entscheidung zur Veränderung treffen. Wie der beste Lehrer seine Schüler nicht weise machen kann, so kann der Mediziner seine Patienten nicht von sich aus heilen. Es erfordert eine klare Entscheidung des Patienten und das Übernehmen der Verantwortung für sich Selbst. In diesem Sinne ein Spruch Salomons aus dem Alten Testament:

„Ein fröhliches Herz bringt gute Besserung, aber ein zerschlagener Geist vertrocknet das Gebein.“

mw



Prüfungsangst wegwinken? Bestandene Abschlussprüfung dank wingwave!Leistungssteigerung

Geschrieben von Martina Wirth Sa, Juli 16, 2016 16:42:13

Blog imagePrüfungssituationen sind Ausnahmesituationen.
Meist steigt der Stresspegel schon Wochen vor dem eigentlichen Termin. Trotz guter Vorbereitung flattern die Nerven, nächtelange Schlafstörungen und die unbezwingbare Angst vor dem Blackout während der Prüfung, vor dem Verstummen oder Stottern.

Mit der wingwave-Coachingmethode gelingt es, diese Angst und die damit verbunden Blockaden in den Griff zu kriegen. Die Kombination von Kinesiologischem Ringtest und R.E.M. (Rapid Eye Movement)-Simulation im Wachzustand bewirken, dass die Stressmomente rasch identifiziert werden können und durch das Winken vor den Augen des Betroffenen im wahrsten Sinne des Wortes weg gewunken werden.

Von der sensationellen Wirkung möchte ich Ihnen anhand eines Falles im letzten Herbst berichten:
Ein junger Mann stand vor seiner Lehrabschlussprüfung als Buchhalter. Seine Zeugnisse immer mit Auszeichnung zählte er zu den Klassenbesten in der Berufsschule, trotzdem war er vor Prüfungen immer so aufgeregt, dass er bereits Tage vorher unter heftigen Bauchschmerzen und Nächte vorher unter Schlaflosigkeit litt. Seine Ausbilderin schickte den jungen Mann zu mir und bat mich, ihn mental auf die Prüfung vorzubereiten. Sie befürchtete, er würde bei der Prüfung so aufgeregt sein, dass er sich alles verderben würde.

In der Coaching-Sitzung: Schon in der gedanklichen Vorstellung an die Prüfung verschlug es dem jungen Mann die Sprache, seine Hände fingen an zu schwitzen, sein Gesicht spiegelte reine Angst. Mit dem kinesiologischen Ringtest stellten wir fest, dass die mündliche Prüfung angstbesetzter war als die schriftliche. Bereits nach der ersten Wink-Sequenz entspannte sich der junge Mann merklich. Trotzdem empfand er sofort Bauchschmerzen, wenn er nur an den Prüfungstermin dachte.

Es zeigte sich in weiteren kinesiologischen Testungen, dass die Ursache in der Vergangenheit zu suchen sei: im Alter von fünf Jahren. Der junge Mann blickte mich erstaunt an und konnte keinen Zusammenhang herstellen. Nach kurzer Überlegung meinte er, er musste mit fünf Jahren in die Vorschule gehen und wollte überhaupt nicht. Aber seine Eltern haben ihn trotzdem geschickt, alle anderen Kinder waren bereits sechs Jahre alt. Eine Wink-Sequenz brachte eine deutliche Erleichterung, aber irgendetwas war noch da: Der Körper zeigte Stress bei den Emotionen Angst und Wut.

Der junge Mann erinnerte sich weiter, dass er den Weg in die Vorschule immer alleine zurücklegen musste, es waren ja nur wenige Minuten – die offenbar einem Fünfjährigen doch Angst einflössten. Sofort wurde diese erinnerte Emotion bewunken, der junge Mann konnte das erste Mal lächeln. Nun konnte er sich die Wut auf seine Eltern eingestehen, die er damals als Fünfjähriger empfunden hatte. Auch diese Emotion schickten wir durch Winken vor seinen Augen in die Verarbeitung.
Der abschließende Ringtest zeigte, dass weder der Prüfungstermin, noch die schriftliche oder mündliche Prüfung dem jungen Mann Stress verursachten. Mit entspanntem Gesichtsausdruck verließ er die Coachingsitzung und bestand einige Wochen später mit Auszeichnung seine Lehrabschlussprüfung.

Für mich zeigt dieser Fall, dass innere Blockaden uns trotz intensiver Bemühungen daran hindern erfolgreich zu sein und dass diese Blockaden nicht ursächlich mit dem Ereignis in Verbindung gebracht werden können und daher auf kognitiver Ebene nicht gelöst werden.

Die wingwave-Methode bietet die Möglichkeit in kurzer Zeit seinen Blockaden auf die Spur zu kommen, sie im Wachzustand in die Bearbeitung ans Gehirn zu schicken und sich davon zu befreien.

Besonders unterstützend ist wingwave bei Prüfungsangst und Lernstress, Präsentations- und Auftrittsstress, für Sportler in der Vorbereitung von Wettkämpfen und Turnieren.

Mehr Informationen auch unter: www.wingwave.com
Mit wingwave kriegen Sie Ihre Emotionen in den Griff.

Mit winkenden Grüßen
Martina Wirth